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Vier Tage auf See: Eine Segelreise auf der „Albert Johannes“

3. Juni 2026
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Manche Klassenfahrten bleiben lange in Erinnerung. Und manche werden zu echten Abenteuern. Unsere Segelreise auf der „Albert Johannes“ gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Bereits am Pfingstmontag, dem 25. Mai, begann unser Abenteuer mit der Anreise nach Rostock. Die erste Nacht verbrachten wir im Stadthafen. Dass diese Nacht vielen besonders im Gedächtnis bleiben wird, lag allerdings weniger an der Vorfreude als an den hohen Temperaturen: In den kleinen Kajüten war es heiß und stickig, sodass an erholsamen Schlaf kaum zu denken war.

Am nächsten Morgen lernten wir unser Zuhause für die kommenden Tage kennen: das über 100 Jahre alte „Albert Johannes“. Das traditionsreiche Segelschiff beeindruckte mit seinem besonderen Charme, verlangte aber auch etwas Abenteuerlust. Die Ausstattung war rustikal, die Kajüten klein.

Mit dabei waren 22 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10, begleitet von Frau Baum, Herrn Sevimli und Frau Bockelmann. Komplettiert wurde die Crew durch Kapitän Adrian und seinen Maat Jelle, die uns nicht nur sicher über die Ostsee führten, sondern uns auch Einiges über das Segeln beibrachten.

Unser erstes Ziel war das dänische Nysted. Leider meinte es der Wind an diesem Tag nicht gut mit uns, sodass wir die Strecke größtenteils unter Motor zurücklegen mussten. Trotzdem war die Stimmung hervorragend. Nach der Ankunft erkundeten wir den kleinen, verträumten Küstenort und machten uns direkt auf den Weg zum Strand, um uns bei einem Sprung ins Wasser abzukühlen.

Am zweiten Tag zeigte die Ostsee dann, was in ihr steckt. Kräftiger Wind sorgte für ordentlich Wellengang auf dem Weg nach Kühlungsborn. Nicht alle Mägen waren von den Bedingungen begeistert, und die Seekrankheit machte bei einigen Bekanntschaft mit der Crew. Dennoch wurde gemeinsam angepackt: Segel setzen, Leinen bedienen, Aufgaben verteilen – alle halfen mit und sorgten dafür, dass das Schiff sicher vorankam. In Kühlungsborn angekommen, wurden die Strapazen schnell vergessen. Gemeinsam genossen wir ein wohlverdientes Eis, gingen baden und lieferten spannende Beachvolleyball-Matches.

Auch der dritte Segeltag brachte guten Wind und echtes Teamwork. Gemeinsam segelten wir Richtung Warnemünde. Dort legten wir in einem luxuriösen Yachthafen an, ein spannender Kontrast zu unserem alten Segelschiff. Mit der Fähre ging es anschließend hinüber in den Ort. Softeis, Beachvolleyball und ein wunderschöner Sonnenuntergang sorgten für einen perfekten Nachmittag. Den letzten Abend ließen wir bei einer Runde Wikingerschach direkt am Wasser ausklingen.

Am letzten Tag führte uns die Reise zurück nach Rostock. Nach dem Anlegen blieb noch genügend Zeit für einen entspannten Stadtbummel, bevor wir die Fahrt traditionell bei einem gemeinsamen Döner ausklingen ließen.

 

Was diese Reise jedoch besonders gemacht hat, waren nicht nur die Orte oder das Segeln selbst. Auf einem Schiff gibt es keine Zuschauer, jeder wird Teil der Crew. Ob Einkaufen, Kochen, Putzen oder Aufräumen: Alle übernahmen Verantwortung und halfen mit. Dabei spielten Alter, Klasse oder Freundeskreise kaum eine Rolle. Die Gruppen waren stets gut durchmischt, und viele lernten Mitschülerinnen und Mitschüler kennen, mit denen sie sonst kaum Berührungspunkte gehabt hätten. Auf einem Segelschiff sind schließlich alle gleich, alle haben die gleichen Voraussetzungen. Und im wahrsten Sinne des Wortes sitzen alle im selben Boot.

Mit täglich fünf bis sieben Stunden auf dem Wasser und abwechslungsreichen Landgängen bot die Reise die perfekte Mischung aus Abenteuer, Bewegung, Teamarbeit und Freizeit. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse, das Leben auf engem Raum und die Herausforderungen auf See haben uns als Gruppe zusammengeschweißt.

Am Ende waren sich alle einig: Diese Segelreise war etwas ganz Besonderes. Sie war voller einzigartiger Momente, neuer Erfahrungen und unvergesslicher Erinnerungen. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Begleitpersonen würden jederzeit wieder an Bord gehen.

Ahoi und hoffentlich bis zur nächsten Reise
Eure Segelcrew

 

 

 

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